Polenztal. Lene setz Dich mal schick - nee geht nicht mehr ;-)

2. Elbsandstein-Dogtrekking (ESDT)

Hier gibt’s noch eine kleine Nachlese von unserer Teilnahme beim 2. Elbsandstein-Dogtrekking von Hundwegsam.

Mit Lene und Marie ging es am Freitag in unserem gemütlichen Tourbus zum Campingplatz Ostrauer Mühle im Herzen des Elbsandsteingebirges. – Gebirge? Naja, die Gipfel sind vielleicht nicht das Höchste hier, aber streckentechnisch hat das Elbi ganz schön was in sich. Deswegen waren wir auch dementsprechend aufgeregt, ob wir die schwierigen Stellen gemeinsam meistern.

Aufgeregt? Ich?
Aufgeregt? Ich?

Eine kleine Gassirunde führte uns an den Malerweg und wir sahen einen kleinen Pfad die Felsen runterkommen. Mein erster Gedanke: na das ist ja wohl hoffentlich ein Scherz, dass wir da morgen lang müssen… ach ja – es wurde noch viel besser ;-).

Das ist ja wohl hoffentlich nicht unser Weg...
Das ist ja wohl hoffentlich nicht unser Weg…

Abends kuschelten wir uns gemütlich in den Bus und sammelten Kraft für den nächsten Tag. Chakka!

Am Samstag ging es 7:39 auf die Strecke. Wir waren fest entschlossen, auch den berühmt-berüchtigten Flößerstieg anzugehen. Nach der ersten Gittertreppe, die Lene mit Ach und Krach hinter sich gebracht hatte, entschied ich mich dann doch, die Alternativstrecke auf der Straße zu nehmen. Mit zwei Hunden am nassen Felsen war mir dann fürs erste doch zu heikel. Das heben wir uns für nächstes Mal auf… Zudem Lene am Anfang der Strecke recht aufgeregt war – es war ja auch ihre erste Tour.

Laut Streckenkarte erwarteten uns 35km – einmal Richtung Hohnstein und zurück. Im Wald ging es dann auch gleich mal abwärts – für mich die beste Gelegenheit, mit Lene über langsames Fußlaufen in abschüssigem Gelände zu verhandeln. Nach einer Stunde auf der Strecke hatten wir uns richtig schon eingegroovt – der Tag konnte kommen!

Pause :-)
Pause 🙂

Das Wetter war auch noch Hammer – besser geht nicht. Wir haben die Strecke in vollen Zügen genossen.

Checkpoint an der Gautschgrotte. Ca. bei km 22. Lene schon etwas groggy ;-).
Checkpoint an der Gautschgrotte. Ca. bei km 22. Lene schon etwas groggy ;-).

Bei Hohnstein ging es zurück durch das malerische Polenztal. So langsam beschlich mich hin und wieder das Gefühl, der Flößerstieg kann doch nicht die einzige schwierige Stelle auf dieser Tour gewesen sein? Caro und Anja stehen ja nicht gerade für Wellness Dogtrekking. Aber gut – wir waren ganz zufrieden mit uns und den easy Wegen…

Polenztal. Lene setz Dich mal schick - nee geht nicht mehr ;-)
Polenztal. Lene setz Dich mal schick – nee geht nicht mehr 😉

Ab km 27 fanden Lene und Marie, wir könnten so langsam mal ankommen. Ok – noch ein paar Babybel in die Schnute und weiter ging es :-). Die Kinderschokolade war mittlerweile auch aufgebraucht…

In Altendorf waren wir schon sehr beschwingt, nun bald am Ziel zu sein und diese Tour locker geschafft zu haben. Wir stiegen ein in die Dorfbachklamm. – Klamm? Grüne Wiesen und eine kleines Bächlein, ein Pfad mittendrin – alles gut. Unter Klamm stellt man sich sonst ja was anderes vor.  Am Weg schnappte ich noch ein Schild auf, da stand irgendwas von steilen Felsen und Abstieg ins Kirnitzschtal. Naja -das ist ja wohl nicht unser Problem  – wir wollen schließlich zum Campingplatz. Tja – hin und wieder auf die Karte gucken ist doch hilfreich… Der Weg war genau unser. Erst eine steile Holztreppe und dann standen wir mittendrin in dem Abstieg über Steine. Ich war im wesentlichen mit mir selbst beschäftigt, denn so als Flachländer ist das ja nicht alltäglich. Die Hunde sollten hinter mir bleiben und durften immer aufschließen, wenn ich auf den Steinen wieder festen Stand hatte. Nach gut 10 h und vielen Kilometern waren wir so zusammengewachsen als Team, dass das reibungslos funktionierte. Da ging mir echt das Herz auf!

Ok – wir hatten diese Felsen irgendwie geschafft – da kam es noch einen Tick schlimmer. Nicht für mich und auch nicht für Marie – für Lene! Eine MEGA Gittertreppe steil runter.

Spitze - zum Schluss kommt es nochmal so richtig fett!
Spitze – zum Schluss kommt es nochmal so richtig fett!

Ich war eigentlich kurz davor ne Runde zu heulen… aber es war ja keiner da, der sich das Gejammer anghört hätte, also was soll’s! Hunde fest an die Leine hinter mich genommen und dann ging es abwärts. Und es hat reibungslos geklappt. Der Labrador, der sonst keine Minute ohne rempeln und rumhampeln auskommt, konnte sich – dem Ernst der Lage bewusst – hervorragend einsortieren. Der Pudel ist eine Elfe und braucht deshalb hier auch nicht extra erwähnt werden…

Am Ende kamen wir ernsthaft genau da runter wo wir tags zuvor noch gedacht hatten, dass der Weg ja wohl ein Scherz ist. Tja…

Anja und Caro haben mal wieder alles gegeben! Ich bin unendlich dankbar, dass Ihr das organisiert! Die Strecke war traumhaft.

Nach der Tour ist vor dem Hike… ab jetzt trainieren wir für die Langstrecken. Reinschnuppern war gestern ;-).

Und was macht es mit dem Hund? Der ist endlich mal richtig gefordert und zufrieden mit sich:

Endlich schlafen...
Endlich schlafen…

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